Gebrauchtwagen

Gebrauchte Autos kaufen

Kaum irgendwo wird so viel getrickst und gemogelt, wie auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Eine intensive Vorbereitung und gewissenhafte Prüfung schützt vor bösen Überraschungen und hilft, den erträumten Gebrauchtwagen zu einem guten Preis kaufen zu können.Um beim Gebrauchtwagenkauf ein gutes Schnäppchen machen zu können, sind umfangreiche Vorbereitungen erforderlich. Der Gebrauchtwagenmarkt ist riesig und es tummeln sich auf ihm sowohl seriöse als auch dubiose Anbieter, die es verstehen, schrottreife Autos so aufzupolieren, dass sie als neuwertig erscheinen. Dieser Ratgeber soll mit seinen zahlreichen Insidertipps helfen, die richtigen Vorbereitungen zu treffen und die Tricks der Autohändler zu durchschauen, damit Sie anschließend keine bösen Überraschungen erleben, sondern ein gutes und preiswertes Auto kaufen.

Welches Auto soll es sein?

Die grundlegende Frage vor dem Kauf eines Autos ist die Frage, was für eine Art von Auto es sein soll. Die Frage ist im Grunde genommen banal und selbstverständlich und so manch einer mag sie deshalb als beleidigend empfinden. Dass diese Frage dennoch am Anfang dieses Ratgebers gestellt wird, hat seinen guten Grund. Die Frage soll dazu dienen, sich völlig über den späteren Zweck des Autos im Klaren zu sein. Es kommt erschreckend häufig vor, dass ein Familienfahrzeug gesucht wird, später jedoch der Händler mit seinem traumhaften Cabrio leuchtende Augen erweckt und statt des ursprünglich gewünschten Kombis ein Freizeitauto gekauft wird. Ein Phänomen, das sich nicht nur auf junge Autofahrer beschränkt, sondern sich durch alle Altersstufen zieht. Bestes Beispiel dafür sind Rentner, die sich zu einem Sportwagen haben überreden lassen, bei dem sie ein oder zwei Jahre später große Schwierigkeiten mit dem Ein- und Aussteigen haben. So irrelevant dieses Kapitel auch erscheinen mag, so wichtig ist es, sich diesen Abschnitt genau durchzulesen.

Limousine

Gebrauchtwagen

Die Limousine stellt die klassische Form des Automobils dar, wobei zwischen zwei Varianten, nämlich der Stufenhecklimousine und der Schräghecklimousine, auch Fließhecklimousine genannt, unterschieden wird. Beide Varianten sind universell einsetzbare Autos und für jedermann geeignet, der keine großvolumigen Gepäckstücke zu transportieren hat. Die universelle Einsetzbarkeit bedeutet zwar, dass sich Limousinen sowohl für die innerstädtischen Einkaufstouren als auch für Urlaubsreisen eignen, dennoch ist für den ausschließlichen Einsatz in der Stadt zu überlegen, ob ein Kleinwagen nicht praktischer und wirtschaftlicher wäre. Eine Limousine sollte entweder für Kurz- und Langstrecken oder nur für Langstrecken eingesetzt werden. Für die ausschließliche Nutzung im Kurzstreckenverkehr macht eine Limousine nur dann Sinn, wenn diese wegen ihres größeren Platzangebotes oder aus Repräsentationsgründen benötigt wird.

Stufenhecklimousine

Die Stufenhecklimousine ist die konservativere Form der beiden Varianten und bietet den Vorteil eines uneinsehbaren Kofferraums, bei dem von außen her nicht erkennbar ist, ob und was sich darin befindet. Das reduziert das Diebstahlrisiko und auch die Durchführung von Einbrüchen gestaltet sich bei diesen Modellen schwieriger. Der fest verschlossene Kofferraum hat noch den weiteren Vorteil, dass in ihm auch lose Gepäckstücke sicher verwahrt sind und im Falle eines Unfalls nicht zu lebensgefährlichen Geschossen für die Fahrzeuginsassen werden können. Wenngleich es sich um die konservative Form handelt, so müssen diese Fahrzeuge deswegen nicht altmodisch wirken. Viele bei jungen, modernen Fahrern beliebte Autos sind oder waren Stufenheckfahrzeuge. Man denke da an den alten Opel Manta oder den heutigen 3er-BMW. In der Summe der Gebrauchtwageninteressenten sind jedoch die Schrägheckversionen oder Kombis beliebter. Auch wenn die Neupreise beider Varianten sich nicht allzu sehr unterschieden hatten, so ist ein Auto mit Stufenheck gebraucht in der Regel wesentlich günstiger, als das Fließheckmodell oder gar der Kombi.

Schräghecklimousine

Die Schräghecklimousine ist die flexiblere Variante und besitzt ein etwas sportlicheres Aussehen, als das Stufenheckmodell. Durch Entfernen der Gepäckabdeckung lassen sich auch höhere Gepäckstücke bis zur Höhe der Heckklappe transportieren. Die meist geteilte Rücksitzbank ermöglicht eine variable Vergrößerung des Laderaumes. So lassen sich auch längere Gegenstände wie Skier etc. problemlos transportieren, ohne dass dazu ein Dachgepäckträger montiert werden muss. Hundehalter schätzen den offenen Laderaum auch deshalb, weil sie hierin ihren Vierbeiner mitnehmen können, ohne ihn auf der Rücksitzbank anschnallen zu müssen. Hundehalter, die sich aus diesem Grund ein Auto mit Schrägheck kaufen möchten, sollten bei der Wahl des Modells jedoch darauf achten, dass das Heck nicht zu schräg ist und dem Hund die Möglichkeit bleibt, sich zu stellen und zu drehen. Auch für den Transport hoher Gegenstände ist es von Vorteil, wenn sich das Heck nicht zu schräg gestaltet. Bedingt durch den offenen Laderaum sind Hund oder Gepäck vor Fahrtantritt zu sichern. Die serienmäßige Laderaumabdeckung reicht hierzu nicht aus. Ein Gepäcknetz oder besser noch Gepäckgitter sollte montiert werden. Da sichere und stabile Gepäckgitter nicht ganz billig sind und hierfür feste Verankerungen montiert werden müssen, empfiehlt es sich bei der Suche nach einem Wagen dieser Art darauf zu achten, ob ein solches Gepäckgitter eventuell schon vorhanden ist. Die im Heckbereich besonders schräg abfallenden Schräghecklimousinen sind zwar weder für Hundehalter geeignet, noch lässt sich in ihnen großvolumiges Gepäck transportieren, aber sie sind eine echte Alternative für Familien, die eigentlich einen Sportwagen gebraucht kaufen möchten, jedoch vier oder fünf Sitzplätze benötigen. Mit einer entsprechenden Motorisierung und einer dezenten Tieferlegung steht ein solches Auto einem reinrassigen Sportwagen fast ebenbürtig gegenüber.

Kombi

Der Kombi, das Wort sagt es bereits, ist eine Kombination aus Limousine und Transporter. Von der vorderen Stoßstange bis zur Rücksitzbank ist er eine vollwertige Limousine, wahrend das hohe Heck für großen Stauraum sorgt. Die meist asymmetrisch geteilte Rücksitzbank erlaubt eine variable Vergrößerung des Laderaumes. So lassen sich mit einem Kombi auch mal größere Gepäckstücke transportieren, ohne dass hierfür ein Transporter gemietet werden müsste. Für Hundehalter ist der Kombi ein optimales Auto, da selbst große Hunde im Heck des Autos stehen und sich drehen können. Auf Urlaubsreisen ist eine Hundetransportbox problemlos zu platzieren und lässt ausreichend Platz für das Urlaubsgepäck. Sollte der Laderaum dennoch nicht ausreichen, so verfügen die meisten Kombis über eine serienmäßige Dachreling, auf der sich Dachgepäckträger leicht und sicher montieren lassen, ohne dabei den Lack zu beschädigen. Wie auch bei der Schräghecklimousine ist der Laderaum nur durch eine meist serienmäßige Laderaumabdeckung vor neugierigen Blicken geschützt. Zur Sicherung der Ladung ist also auch beim Kombi ein Gepäcknetz oder Gepäckgitter erforderlich. Größere Kombis verfügen teilweise noch über eine Notsitzbank, die das Auto zum Siebensitzer macht. Die Verwendung ist jedoch nur zulässig, wenn im Fahrzeugschein auch sieben Personen eingetragen sind. Wie der Name schon verrät, ist die Nutzung der Notsitzbank nur für Ausnahmefälle und kurze Distanzen gedacht. Auf längeren Strecken ist sie allenfalls dazu geeignet, die Schwiegermutter davon zu überzeugen, den nächsten Urlaub alleine zu planen. Wer also regelmäßig sechs oder mehr Sitzplätze benötigt, ist mit einem entsprechenden Van besser bedient. Aufgrund der vielseitigen Nutzbarkeit dieser Autos sind sie sehr beliebt und gefragt. So erklärt es sich, dass Kombis gebraucht um einiges teurer sind, als die Limousine desselben Typs. Es sollte daher genau überlegt werden, ob ein Kombi erforderlich ist, oder ob es für die eigenen Zwecke ausreichend wäre, eine Schräghecklimousine zu kaufen. Im Zweifelsfall ist natürlich der Kombi zu wählen, da er, vom höheren Anschaffungspreis abgesehen, quasi keine Nachteile gegenüber der Schräghecklimousine, dafür jedoch eine Reihe von Vorteilen hat.

VAN

Der Van oder auch Monovolumen genannt ist eine Großraumlimousine mit der Karosserie eines Transporters. Im Gegensatz zum Transporter sind beim Van seitlich Scheiben eingesetzt und der Laderaum ist mit Sitzen bestückt. Komfort und Ausstattung sind beim Van einer Limousine gleichzusetzen. Je nach Modell sind Vans für sieben bis neun Personen zugelassen. Die hohe und lange Karosserie macht sich beim Beladen, in der Kopffreiheit und beim Ziehen großer Anhänger positiv bemerkbar, schlägt dafür aber auch im Kraftstoffverbrauch entsprechend zu Buche und erschwert die Parkplatzsuche. Durch die meist einzeln herausnehmbaren Sitze lässt sich ein Van bis auf zwei Sitzplätze reduzieren und der Ladebereich entsprechend vergrößern. Bei einer Reduzierung auf fünf Sitzplätze stehen den Passagieren im Van sowohl mehr Bewegungsfreiheit als auch mehr Ladevolumen zur Verfügung, als beispielsweise in einer Limousine oder einem Kombi. Da dieser Vorteil mit höheren Wartungskosten, einem höheren Kraftstoffverbrauch und geringerem Parkplatzangebot bezahlt werden muss, ist ein Van nur für den überwiegenden Langstreckenverkehr zu empfehlen.

Geländewagen

Der ursprünglich für das Gelände konzipierte Geländewagen erfreut sich seit rund 40 Jahren auch großer Beliebtheit auf asphaltierten Straßen. Der Komfort blieb lange Zeit zugunsten der Geländetauglichkeit auf der Strecke, wurde jedoch in den letzten zwei Jahrzehnten stetig verbessert. Dank ihrer massiven Karosserie, ihrer großen Motoren und der Getriebeuntersetzung mit Allradzuschaltung und Differenzialsperre, waren sie beliebte Zugfahrzeuge für schwere Wohnwagen und Bootsanhänger. Die Alltagstauglichkeit dieser Autos hält sich trotz des inzwischen stattlichen Komfortangebotes stark in Grenzen. Ein extrem großer Wendekreis, hohe Verbrauchswerte und Wartungskosten gesellen sich zu dem nicht gerade geringen Anschaffungspreis und den erhöhten Kosten für Steuer und Versicherung. Der Geländewagen ist daher wirklich nur zu dem Zweck zu empfehlen, für den er gebaut wurde: Für den Einsatz im Gelände. Für Besitzer von Ferienhäusern in Skigebieten, von Schrebergärten, die nur über unwegsame Feldwege zu erreichen sind und Ähnliches gibt es seit den 90er Jahren eine alltagstaugliche Alternative, die als SUV bezeichnet wird.

SUV

Die Bezeichnung SUV steht für Sport Utility Vehicle, was ins Deutsche übersetzt etwa Sport und Nutzfahrzeug bedeutet. Geläufiger ist allerdings die Bezeichnung Geländelimousine als deutsche Übersetzung für SUV. Von der Karosserieform ähneln die SUVs den Geländewagen, sind jedoch mehr auf Komfort und Alltagstauglichkeit ausgelegt. Die dem Geländewagen ähnliche Bodenfreiheit und der bei vielen Geländelimousinen vorhandene Allradantrieb machen die Geländelimousine wesentlich geländetauglicher, als eine Limousine oder ein Kombi, selbst wenn diese ebenfalls über einen Allradantrieb verfügen. Die Geländegängigkeit ist zwar nicht mit der eines reinen Geländewagens vergleichbar, ist für Skigebiete, Wald- und Feldwege etc. aber vollkommen ausreichend. Als Zugfahrzeuge machen gerade die größeren Geländelimousinen, wie beispielsweise der X5 von BMW oder der Mercedes ML eine gute Figur und stehen den Geländewagen in dieser Disziplin nicht nach. Wenngleich die Verbrauchswerte der SUV unter denen der Geländewagen liegen, so sind sie doch höher, als bei normalen Limousinen. Wer also einen SUV nur deshalb in die engere Wahl zieht, weil durch die hohe Karosserie das Ein- und Aussteigen sehr bequem ist, der fährt mit einem Hochsitzer wie der Mercedes A oder B Klasse, dem Opel Meriva, dem VW Golf Plus etc. wesentlich wirtschaftlicher.

Cabrio

Das Cabriolet, kurz Cabrio, steht für Freiheit und Lebensfreude und das vollkommen zu Recht. Nichts ist schöner, als an einem warmen, sonnigen Tag offen durch die Landschaft zu fahren. Leider hat diese Freiheit auch ihren Preis. Nicht nur der Anschaffungspreis ist bei den Open-Air-Fahrzeugen höher, als bei den geschlossenen Varianten, sie kosten auch einen Großteil des Kofferraums, in dem das geöffnete Verdeck verschwindet. Bei geschlossenem Verdeck sind hohe Windgeräusche zu bemängeln. Ideal ist ein Cabrio somit als Freizeitauto für die Sommermonate, wenn noch ein anderes Auto zur Verfügung steht. Ansonsten steht das Cabrio in Sachen Alltagstauglichkeit der Limousine, zumindest in den Sommermonaten, in nichts nach. Wer mit Bus, Bahn oder Flugzeug in den Sommerurlaub startet und auch sonst im Sommer keinen großen Kofferraum benötigt, kann, sofern er einen Stellplatz besitzt, mit Saisonkennzeichen zwischen Sommerauto und Winterauto wechseln, ohne dass er zwei Autos gleichzeitig versteuern und versichern muss. Leider sind nur wenige Cabrios, die gebraucht verkauft werden, mit einer Klimaanlage ausgestattet. Wie wichtig diese jedoch auch bei Cabriolets ist, bestätigt jeder, der schon einmal mit seinem Cabrio in der Mittagshitze im Stau stand. Wer sich also ein Cabrio gebraucht kaufen möchte, sollte darauf achten, dass es mit einer Klimaanlage ausgestattet ist.

Sportwagen

Wie auch die Cabriolets dienen die Sportwagen in erster Linie dem Fahrspaß. Die Alltagstauglichkeit wird bei den Sportwagen lediglich durch den in der Regel recht dürftigen Kofferraum und die zulässige Personenanzahl eingeschränkt. Typische Sportwagen sind lediglich für zwei Personen zugelassen und selbst bei Modellen, die für vier Personen zugelassen sind, müssen sich die Passagiere im Font Knoten in die Beine machen, um einigermaßen Platz zu finden. Als Zweitwagen oder für Leute, die weder einen großen Kofferraum noch Platz für mehr als zwei Personen benötigen, bietet der Sportwagen Fahrspaß pur. In Verbindung mit einem Targadach kommt noch ein gewisses Cabriofeeling hinzu. Da bei den gebraucht angebotenen Sportwagen auch der oder die Vorgänger schon ihren Spaß hatten, sind diese Autos vor dem Kauf besonders gründlich auf Verschleißerscheinungen zu untersuchen.

Kleinwagen

Kleinwagen stellen zusammen mit den Kompaktwagen den wirtschaftlichsten Fahrzeugtyp dar. Auch in der Alltagstauglichkeit liegen diese Autos ganz weit vorne. Sie haben einen niedrigen Kraftstoffverbrauch, finden auch in kleinen Parklücken Platz, sind wendig und haben geringe Wartungskosten. Der geringe Komfort gehört ebenfalls der Vergangenheit an. So stellt ein gut ausgestatteter Kleinwagen von heute eine Luxuslimousine der 70er Jahre leicht in den Schatten. Ausgestattet mit Servolenkung, Klimaanlage, Ledersitzen, Navigationsgerät und vielen mehr, braucht sich ein Kleinwagen vor einer Limousine nicht mehr zu verstecken. Trotz aller Vorteile haben die geringeren Abmessungen auch ihre Schattenseite. Das Raumangebot der Fahrgäste kann mit dem einer Limousine oder gar eines Van nicht mithalten. Auch der Stauraum kann in der Regel nur bei umgeklappter Rücksitzbank überzeugen, was den Kleinwagen dann auf einen Zweisitzer reduziert. Trotz allen Komforts, der in den Kleinwagen heute geboten wird, verschaffen die größeren Karosserien und Motoren den Limousinen auf längeren Strecken Pluspunkte in Sachen Komfort und Laufruhe gegenüber den Kleinwagen und auch den Kompaktwagen. Der Kompaktwagen wird in der Detailsuche der Gebrauchtwagenbörsen unter den Kleinwagen geführt und stellt das Bindeglied zwischen Kleinwagen und Limousine dar. Er ist aufgrund seiner vielen Vorteile ein sehr beliebter Gebrauchtwagen und hat daher auch nur einen relativ geringen Wertverlust.

Vor dem Kauf

Bevor man ein Auto gebraucht kauft, sollte etwas Zeit in eine gute Vorbereitung investiert werden. Auf der Suche nach dem gewünschten Auto wird man von dem riesigen Angebot auf den einzelnen Gebrauchtwagenbörsen, auf die im weiteren Verlauf noch näher eingegangen wird, erschlagen und verliert schnell den Überblick. Mit der Wahl des passenden Fahrzeugtyps ist der erste Schritt schon getan.

Recherche über gute Gebrauchtwagenmodelle

Nach der Wahl des Fahrzeugtyps, also Limousine, Kombi usw., folgt die Suche nach guten Modellen zu diesem Typ. Hierbei entscheidet zunächst einmal der persönliche Geschmack, denn der Wagen soll einem ja gefallen und Spaß machen. Wer noch gar keine Vorstellung davon hat, was ihm gefallen könnte, kann sich auf Plattformen wie mobile.de, autoscout24.de etc. Inspirationen und Anregungen holen. Das gilt natürlich auch für diejenigen, die zwar eine gewisse Vorstellung davon haben, welcher Wagen ihnen gefallen könnte, sich aber dennoch weitere Anregungen holen möchten. Die Vorgehensweise ist denkbar einfach. Man wählt die Detailsuche aus, klickt auf den entsprechenden Fahrzeugtyp und wählt noch diverse Merkmale aus, die einem wichtig sind, wie beispielsweise Diesel, Automatikgetriebe, Zentralverriegelung, grüne Umweltplakette etc. und lässt sich anschließend die Treffer anzeigen. Nun erscheinen zahlreiche Anzeigen mit Gebrauchtwagen des gewünschten Typs, bei denen die gewählten Ausstattungsmerkmale und Eigenschaften vorhanden sind. Die Fotos zu den einzelnen Inseraten geben Inspiration und Vorstellung, welche Wagen dem persönlichen Geschmack entsprechen würden. Beim Lesen der einzelnen Annoncen fallen einem oftmals auch Ausstattungsmerkmale auf, die bei dem Fahrzeug vorhanden sind, an die man selber jedoch nicht gedacht hat, obgleich man diese bei dem neuen Auto unbedingt haben möchte. Diese sollte man sich sofort notieren, um sie bei der später folgenden Suche nicht zu vergessen. Von allen gefundenen Modellen, die dem eigenen Geschmack entsprechen, ist eine Liste anzufertigen. Der nächste Schritt ist die Prüfung, wie gut die ausgewählten Fahrzeuge als Gebrauchtwagen sind. Hier helfen die Mängelstatistiken vom TÜV, der DEKRA-Mängelreport, die Pannenstatistiken der Automobilklubs usw., die teilweise sogar online einsehbar sind. Einige Automagazine, die auch online zu lesen sind, haben Gebrauchtwagentests veröffentlicht, welche nützliche Informationen enthalten. Nicht selten kommt es vor, dass nur gewisse Baujahre mangelhaft sind, während die älteren oder neueren Modelle als absolut zuverlässig beschrieben werden. Bei solchen Modellen ist beim Gebrauchtwagenkauf darauf zu achten, dass, je nach Budget, bei der späteren Detailsuche nur die Baujahre davor oder danach ausgewählt werden.

Angemessenes Budget festlegen

Ist die Auswahl getroffen, so muss nun der Preis ermittelt werden, der für das bzw. die ausgewählte(n) Modell(e) angemessen ist. Viele Verkäufer zeigen gerne die Schwackeliste, um zu demonstrieren, was der Wagen eigentlich wert ist und wie günstig sie ihn verkaufen. Tatsächlich ist der Schwackelistenpreis jedoch nur ein Anhaltspunkt, was der Gebrauchtwagen beim Vertragshändler der jeweiligen Marke wert wäre, wenn er absolut neuwertig da steht, also ohne Gebrauchsspuren und Verschleißerscheinungen. Auch in den Onlineannoncen geben private wie gewerbliche Anbieter ab und zu den Schwackepreis an, der mit dem Marktwert jedoch herzlich wenig gemeinsam hat. Um einen realistischen Marktwert zu erhalten, geht man bei den Onlineportalen auf Preis ermitteln oder auf Durchschnittspreise in der Rubrik Fahrzeug anbieten. Das funktioniert bei mobile.de recht gut, da auf dieser Plattform weit über 1,000,000 Fahrzeuge angeboten werden. Hier wird nun die Fahrzeugmarke, beispielsweise Mercedes-Benz, Monat und Jahr der Erstzulassung und das Modell, z.B. E320 eingegeben. Anschließend werden weitere Details abgefragt wie Fahrzeug Typ, beispielsweise Kombi, Kraftstoffart, Laufleistung und ob nicht reparierte Schäden vorliegen. Bei der Laufleistung wird nun der maximal akzeptable Kilometerstand eingegeben und die unreparierten Schäden verneint. Zu guter Letzt werden noch die Ausstattungsdetails und anschließend der Weiter-Button angeklickt. Nach Eingabe des Antispam-Sicherheitscodes wird der Preis für das Auto angegeben, der sich aus dem Durchschnittspreis der Fahrzeuge errechnet, die auf dieser Plattform angeboten werden und den ausgewählten Angaben entsprechen. Ist dies einmal nicht möglich, sind einige Ausstattungsdetails zu entfernen. Einen ebenfalls realistischen Marktwert bekommt man auf der Homepage der DAT (Deutsche Automobil Treuhand). Einziger Nachteil hier ist, dass nur die Serienausstattung bei der Preisermittlung berücksichtigt wird.

Die besten Quellen für Gebrauchtwagen

Der nächste Punkt beim Gebrauchtwagenkauf ist die Frage, wo man ein Auto gebraucht kaufen sollte und wo nicht. Schwarze Schafe gibt es überall. Allergrößte Vorsicht ist bei Anzeigen geboten, in denen der Verkauf nur an Gewerbetreibende oder für den Export vorgesehen ist. Diese Fahrzeuge stellen in den meisten Fällen eine sichere Einnahmequelle für die KFZ-Werkstatt dar. Der Hinweis, dass das Fahrzeug fahrbereit ist, besagt lediglich, dass der Wagen möglicherweise die Probefahrt überstehen wird. Solche Inserate weiterzulesen ist ein klassischer Fall von Zeitverschwendung. Bei freien Gebrauchtwagenhändlern, insbesondere bei den kleineren, sind oftmals Gebrauchtwagen zu finden, die nur sehr wenige Kilometer auf dem Tacho und hochglänzende Motoren unter der Haube haben. Bei diesen Autos ist sehr häufig der stark ölende Motor lediglich gewaschen und auf Hochglanz poliert und der Tachometer zurückgedreht worden. Wenn dieser Tachostand nicht mit einem glaubwürdigen Serviceheft belegt werden kann, fährt man besser, wenn man mit diesem Auto nicht fährt.

Autohändler

Neuwagenhändler nehmen die Gebrauchtwagen ihrer Käufer in Zahlung und veräußern diese weiter, sodass man bei einem Neuwagenhändler Autos nicht nur fabrikneu, sondern auch gebraucht kaufen kann. Bei diesen Autohändlern handelt es sich meist um Autohäuser, die neben dem Verkauf auch den Kundendienst anbieten. So durchlaufen die in Zahlung genommen Gebrauchtwagen zunächst die eigene Werkstatt, bevor sie weiterverkauft werden. Tachomanipulationen können sich diese Autohäuser nicht leisten und kommen daher sehr selten vor. Ein weiterer Vorteil liegt in der Möglichkeit, seinen Gebrauchtwagen in Zahlung geben zu können. Sollte mit dem gebraucht gekauften Wagen etwas nicht in Ordnung sein, so zeigen sich die meisten Autohäuser bei der Regulierung kulant. Der Gebrauchtwagenkauf bei einem Autohaus ist somit eine recht sichere und bequeme Art das Fahrzeug zu wechseln. Diese Vorteile haben leider auch ihren Preis und das im wahrsten Sinne des Wortes. Wer sich in einem Autohaus ein Auto gebraucht kaufen will, der muss weit tiefer in die Tasche greifen, als es beispielsweise bei einem freien Gebrauchtwagenhändler erforderlich wäre. Der freie Gebrauchtwagenhändler verfügt in der Regel über keine eigene Werkstatt und so sind werkstattgeprüfte Gebrauchtwagen bei diesen Autohändlern eher die Ausnahme. Da die Werkstattprüfung beim Vertragshändler auch keine unabhängige Prüfung ist, sollte sowohl der Wagen aus dem Autohaus als auch der vom freien Gebrauchtwagenhändler vor dem Gebrauchtwagenkauf genauestens untersucht werden. Nach Absprache mit dem Verkäufer kann man eine Gebrauchtwagenuntersuchung auch durch den TÜV, einen Automobilklub oder eine KFZ-Werkstatt durchführen lassen. Das Risiko bei den freien Gebrauchtwagenhändlern liegt in der relativ hohen Zahl an unseriösen Händlern, die mit ihren Machenschaften auch den Ruf der seriösen Gebrauchtwagenhändler schädigen. Ob es sich um einen seriösen Gebrauchtwagenhändler handelt, muss im Laufe der Verhandlung herausgefunden werden, wenn dieser nicht zufällig bekannt ist oder von einem Freund empfohlen wurde. Sicherlich kann man das Risiko auf einen unseriösen Gebrauchtwagenhändler zu stoßen umgehen, indem nur Annoncen von Privatverkäufern studiert werden, doch wird jeder, der ein Auto gebraucht kaufen möchte, recht schnell bemerken, dass die günstigsten Angebote meist von Händlern stammen. Ob es sich dabei am Ende um ein preiswertes oder um ein billiges Auto handelt, geht aus den Annoncen selten hervor und muss bei der späteren Besichtigung herausgefunden werden. Fakt ist auf jeden Fall, dass ein Gebrauchtwagenkauf beim Händler am bequemsten abläuft, da dieser den Alten Wagen in Zahlung nimmt und man sich so nicht selber um den Verkauf kümmern muss. Diese Bequemlichkeit hat natürlich auch ihren Preis, denn ein in Zahlung gegebener Wagen reduziert den Verhandlungsspielraum bei dem neuen und auch der Preis, der für den alten Wagen angerechnet wird, liegt meist unter dem, der beim Verkauf von privat zu erzielen wäre.

Gebrauchtwagengarantie

Sowohl Autohäuser als auch zahlreiche freie Gebrauchtwagenhändler bieten gegen Aufpreis eine Gebrauchtwagengarantie an. Das klingt zunächst sicherlich sehr gut, vermittelt es doch eine gewisse Sicherheit, aber der Schein trügt. Die angebotene Garantie wird bei einer Versicherung abgeschlossen, die mit dieser Garantie dem Kunden einen endlosen Katalog an Kleingedrucktem liefert. Einen Anspruch aus dieser Garantieversicherung geltend zu machen ist dagegen nur in den seltensten Fällen realisierbar.

Private Kleinanzeigen

Die meisten Tageszeitungen haben einen Anzeigenteil für private Kleinanzeigen. Da diese Zeitungen nur in einer überschaubaren Region erscheinen, sind die dort inserierten Gebrauchtwagen in der näheren Umgebung zu finden. Obwohl das Angebot in diesen Zeitungen stark begrenzt ist, lohnt es sich dennoch, die Inserate zu studieren. Gerade ältere Menschen nutzen dieses Medium um ihr Auto zu verkaufen, da sie mit dem Internet nicht vertraut sind. Gleiches gilt für die kostenlosen Zeitungen, die in vielen Gemeinden regelmäßig verteilt werden. Ein weitaus größeres Angebot bieten spezielle Anzeigenblätter, wie zum Beispiel das Inserat. Autos, die von privat gebraucht verkauft werden, können hier kostenlos inseriert werden, die Zeitung selbst dagegen ist nicht kostenlos und muss am Zeitungskiosk erworben werden. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, die Zeitung das Inserat im Internet kostenlos zu lesen. Dabei besteht die Möglichkeit der Rhein-Main-Suche oder der deutschlandweiten Suche. Für die regionale Suche können der Ort und ein Radius zwischen 25 und 250 Kilometern gewählt werden. Eine detaillierte Suche ist leider nicht möglich.

Gebrauchtwagenbörsen im Internet

Die meisten Gebrauchtwagen werden heute im Internet angeboten. Verkäufer erreichen so einen überregionalen Interessentenkreis und Kaufinteressenten ein breites Angebot von regional bis international. Diese Gebrauchtwagenbörsen stellen für den Gebrauchtwagenkauf ein wichtiges Werkzeug dar, egal, ob der gebraucht gekaufte Wagen am Ende über die Kleinanzeige in der Zeitung, das schwarze Brett im Supermarkt oder tatsächlich über eine Internetanzeige gekauft wurde. Da es bei den Gebrauchtwagen regional große Preisunterschiede gibt, kann sich der Kaufinteressent so informieren, wo es den gewünschten Wagen gebraucht am preiswertesten zu kaufen gibt. So lohnt es sich manchmal, für einen bestimmten Wagentyp eine Reise von mehr als 200 Km auf sich zu nehmen. In den folgenden Absätzen werden die wichtigsten Gebrauchtwagenbörsen im Internet vorgestellt.

Mobile.de

Mobile.de ist mit weit über einer Million Gebrauchtwagen alleine in Deutschland einer der größten Handelsplätze für Neu- und Gebrauchtwagen. Über die Detailsuche lassen sich bestimmte Fahrzeugmodelle im gewünschten Umkreis finden, beispielsweise Mercedes Benz C-Klasse, Kombi, Klimaautomatik, Automatikgetriebe, Ledersitze, Berlin Umkreis 100 Km, oder auch Fahrzeuge ausschließen, beispielsweise alle Kombis mit besagter Ausstattung außer Mercedes Benz C-Klasse. Je nach Suchkriterien können tausend Treffer und mehr als Ergebnis herauskommen. Da bei dieser Fülle an Angeboten schnell der Überblick verloren geht, gibt es die Möglichkeit, bei interessanten Angeboten Fahrzeuge zu parken. Bis zu 50 geparkte Fahrzeuge werden auf einem virtuellen Parkplatz abgestellt und können von dort aus einzeln abgerufen werden, ohne dass die ganze Liste erneut nach den bevorzugten Angeboten durchsucht werden muss. Zu jedem Fahrzeug kann eine kurze Notiz abgespeichert werden. Ein weiteres Werkzeug, mit dem der Vergleich der besten Angebote wesentlich erleichtert wird, ist die Vergleichsfunktion. Die auf dem virtuellen Parkplatz abgestellten Fahrzeuge, die verglichen werden sollen, werden dazu unterhalb des Bildes angeklickt. Sind alle Fahrzeuge, die verglichen werden sollen, ausgewählt, wird der Button Fahrzeuge vergleichen angeklickt. Jetzt sind alle Fahrzeuge mit ihren Daten nebeneinander zum direkten Vergleich aufgelistet. Für diese Funktion muss allerdings der Pop-up-Blocker ausgeschaltet sein.

Autoscout24.de

Mit über 2 Millionen Fahrzeugen europaweit ebenfalls eine gute Plattform für den Gebrauchtwagenkauf. Von den hier angebotenen Fahrzeugen werden knapp eine Million in Deutschland verkauft. Die Detailsuche funktioniert ähnlich wie bei mobile.de, nur die Ausschlussfunktion ist nicht verfügbar. Wer einen Gebrauchtwagen für sein Ferienhaus kaufen möchte, hat bei Autoscout24.de die Möglichkeit in der Detailsuche zwei oder mehr Länder, also beispielsweise Deutschland und Italien, anzugeben. Wie auch bei mobile.de können interessante Angebote abgespeichert werden. Statt parken heißt es bei autoscout24.de merken und der Parkplatz ist hier der Merkzettel. Auch die Vergleichsfunktion ist verfügbar. Wer vorher bei mobile.de nach Gebrauchtwagen gesucht hat, wird einige dort angebotene Autos auch hier wiederfinden. Das ist nicht ungewöhnlich, denn nicht nur die Käufer nutzen mehrere Portale, um ein Auto gebraucht zu kaufen, auch die Verkäufer von Gebrauchtwagen fahren mehrgleisig, um den Interessentenkreis zu vergrößern.

12auto.de

Im Gegensatz zu mobile.de oder autoscout24.de ist 12auto.de keine Gebrauchtwagenbörse, sondern eine Suchmaschine für Autos. Auf der Startseite erscheint eine Auswahl zwischen vier Kategorien. Um ein Auto gebraucht zu kaufen, wird auf 12Gebrauchtwagen.de geklickt. Die Detailsuche funktioniert wie auch bei den vorangegangenen Gebrauchtwagenbörsen, wenngleich sie nicht ganz so umfangreich ist. Die wichtigsten Details sind in der Suchfunktion vertreten inklusive der Umkreissuche. Die Suchmaschine sucht aus diversen Gebrauchtwagenbörsen und Kleinanzeigen im Internet eine Auswahl von günstigsten Angeboten gemäß der Suchkriterien. Nachteilig ist, dass für die Anzeige von weiteren Angeboten nur noch eine stark einschränkte, Auswahl an Suchkriterien zur Verfügung steht. Fahrzeuge können gemerkt und auf einem Merkzettel gespeichert werden, hierfür ist allerdings eine kostenlose Registrierung erforderlich. Ein direkter Vergleich der gemerkten Fahrzeuge ist leider nicht möglich. 12Auto.de ist eine praktische Suchmaschine, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen, ersetzt jedoch nicht die Suche auf den einzelnen Plattformen.

Gebrauchtwagen.de

Eine weitere große Gebrauchtwagenbörse ist Gebrauchtwagen.de mit rund einer halben Million angebotener Gebrauchtwagen. Die Schieberegler für die Preisspanne, die Umkreissuche und den Kilometerstand sind zwar gewöhnungsbedürftig, in der Detailsuche sind jedoch wieder die gewohnten Drop-down-Fenster zu finden. Die von mobile.de und autoscout24.de bekannte Merkfunktion nebst Vergleichsmöglichkeit gibt es auch bei Gebrauchtwagen.de. Ein schönes Extra ist die Möglichkeit, sich die Daten zu den gemerkten Fahrzeugen einzeln als PDF herunterladen und ausdrucken zu können. Das gilt auch für die Vergleichsansicht. Hierzu wird beim direkten Anklicken kein neuer Tab bzw. kein neues Fenster geöffnet, sodass anschließend in der Navigationsleiste zurückgegangen werden muss. Um den PDF-Download in einem neuen Tab oder einem neuen Fenster zu öffnen, muss der PDF-Download mit einem Rechtsklick aktiviert und entsprechend ausgewählt werden.

Auto.de

Auto.de überzeugt durch eine umfangreiche und dennoch übersichtliche und gut strukturierte Detailsuche. Eine Besonderheit ist die erweiterte KM-Leistung. Während bei anderen Portalen das Maximum der Kilometerbegrenzung bis 200.000 KM beträgt, ist hier eine Angabe bis 500.000 KM möglich. Leider lässt das Resultat am Ende etwas zu wünschen übrig. Bei der Suche nach Kombis rutscht immer mal wieder ein Transporter dazwischen und bei der Suche nach Fahrzeugen mit gewissen Ausstattungsmerkmalen, wie beispielsweise Klimaanlage oder Leichtmetallfelgen, erscheinen nur wenige Fahrzeuge im Ergebnis, obwohl bei der Suche ohne diese Ausstattungsmerkmale eine ganze Reihe von Fahrzeugen ausgeworfen wird, die genau diese Merkmale aufweisen. Sicherlich ist dies ein Fehler, den die Anbieter der Fahrzeuge zu vertreten haben. Für denjenigen, der ein Auto gebraucht kaufen möchte, ist die Schuldfrage jedoch zweitrangig und das mangelhafte Resultat ärgerlich. Positiv ist die Merkliste hervorzuheben, deren Vergleichsansicht eine nahezu optimale Gegenüberstellung bietet. Dabei sind zu jedem Fahrzeug drei kleine Bilder und ein großes vorangestellt, mit der Möglichkeit alle Bilder anzuzeigen. Am Ende der Gegenüberstellung kann direkt eine E-Mail an den Anbieter verfasst werden. Ein Ausdruck ist allerdings nicht vorgesehen. Die Bilder zu den Fahrzeugen können sowohl in der Normalansicht als auch in der XXL-Bildershow betrachtet werden. Bei einem erneuten Besuch des Portals ist die Merkliste auch ohne Registrierung noch vorhanden. Die gemerkten Fahrzeuge werden nun als geparkte Fahrzeuge bezeichnet und die Merkliste nennt sich Parkplatz.

Das-KfZ-Portal.de

Bei dieser Automobilplattform handelt es sich um ein Portal mit Informationen rund um das Auto. Angeschlossen ist auch eine Gebrauchtwagenbörse, die hier als enttäuschend bezeichnet werden soll, um eine Negativbewertung zu vermeiden. Als Suchkriterien gibt es eine leicht erweiterte Auswahlmöglichkeit, wofür es keine weitere Detailsuche gibt. Wer beispielsweise irgendeinen günstigen Kleinwagen sucht, erhält bereits die erste Fehlermeldung, denn ohne Angabe einer Marke läuft hier gar nichts. Nachdem eine Marke ausgewählt wurde, gibt es für kurze Zeit Grund zur Freude, denn es werden tatsächlich einige Resultate ausgeworfen. Die Freude ist deshalb von kurzer Dauer, weil nach dem Anklicken auf die Details sich ein neuer Tab öffnet und man sich bei autoscout24.de wiederfindet. Abgesehen davon, dass der direkte Aufruf von autoscout24.de wesentlich bessere Suchkriterien liefert, ist bei diesen Angeboten in den meisten Fällen noch der Hinweis eingeblendet, dass das aufgerufene Angebot nicht mehr verfügbar ist. Wer beim Gebrauchtwagenkauf sparen möchte, der beginnt am besten damit, dass er sich dieses Portal spart.

Sonstige Anbieter und Portale

Das Internet ist voll von weiteren Gebrauchtwagenportalen. Sie alle zu durchsuchen ist nahezu unmöglich. Erfolg versprechen dabei Suchmaschinen, die verschiedene Portale nach den günstigsten Angeboten durchsuchen. Leider bleibt es in den meisten Fällen bei dem Versprechen, wie bei 12Auto.de beschrieben oder auch bei automarkt.de, wo diverse Plattformen durchsucht werden sollen, am Ende jedoch stets Angebote von Autoscout24.de ausgegeben werden. Lohnend hingegen ist ein Blick auf PKW.de. Die Detailsuche ist allerdings stark abgespeckt und auch die Schadstoffeinstufung ist in der Detailsuche nur nach Schadstoffklasse, nicht jedoch nach Umweltplakette möglich. Die gemerkten Fahrzeuge können nach unterschiedlichen Kriterien sortiert, aber nicht verglichen werden. Recht beliebt bei privaten Anbietern von Gebrauchtwagen ist eBay. Der niedrige Startpreis von meist nur einem Euro lässt ein gutes Schnäppchen vermuten, doch gilt es zu beachten, dass nach der Besichtigung und der Probefahrt erst die Auktion abgewartet und gewonnen werden muss, bevor der Gebrauchtwagenkauf perfekt ist. Ein Aufwand, der nur dann rentabel ist, wenn der Wagen im näheren Umkreis angeboten wird. Deprimierend bei den Auktionen ist auch, dass der Wagen zwar für einen Startpreis von einem Euro angeboten wird, aber nach Abgabe eines Gebotes der Hinweis erscheint, dass das Mindestgebot noch nicht erreicht wurde. Alternativ gibt es die eBay-Kleinanzeigen, in denen unter anderem auch Autos gebraucht angeboten werden. Anders als auf der Auktionsplattform, auf der mit jedem Gebot der Preis steigt, ist hier der Verkaufspreis festgelegt und kann ggf. noch gehandelt werden.

Erster Eindruck anhand von Bildern und Beschreibung im Internet

Für den ersten Eindruck, den man von einem Auto gewinnen kann, stehen nur die Beschreibung und die Bilder zur Verfügung. Das mag im ersten Moment wenig erscheinen, zumal der Verkäufer sein Auto als Topangebot anpreist und die Bilder geschickt fotografiert sein können, doch beim näheren Hinsehen kann man einiges daraus entnehmen. Schreibt ein Gebrauchtwagenhändler etwas von altersgemäßen Gebrauchsspuren, so bedeutet dies, dass der Wagen derartig heruntergeritten wurde, dass selbst der professionelle Gebrauchtwagenaufbereiter nicht mehr viel ausrichten konnte. Von Fahrzeugen, die als fahrbereit ausgeschrieben sind, sollte man, wie bereits erwähnt die Finger lassen und so muss auf bedingt fahrbereite Autos wohl nicht näher eingegangen werden. Bei älteren Fahrzeugen und bei Autos mit hoher Kilometerleistung ist der angepriesene Topzustand fragwürdig. Ist der Wagen allerdings scheckheftgepflegt, vielleicht sogar von der Vertragswerkstatt, könnte sich das Fahrzeug tatsächlich in einem sehr guten Zustand befinden und auch der Kilometerstand wäre durch das Serviceheft bestätigt. Wesentlich wahrscheinlicher ist es jedoch, dass solche Fahrzeuge einige Mängel aufweisen. Diese werden von vielen Verkäufern auch offen dokumentiert und mit einem Extrafoto belegt. In der Regel zeugt dies von einem fairen und offenen Anbieter. Nur in Ausnahmefällen soll durch diese vermeintliche Offenheit von schwerwiegenderen Mängeln abgelenkt werden. Sind in der Beschreibung Motor und Getriebe als gut bezeichnet, stellt sich die Frage, wie es mit dem Rest von dem Fahrzeug aussieht. Bei Angeboten von privat sollte auf den Bildern das Kennzeichen zu sehen, bzw. unkenntlich gemacht worden sein. Bei Fahrzeugen ohne Kennzeichen ist zum Einen keine Probefahrt möglich, da Privatverkäufer normalerweise keine roten Kennzeichen besitzen, zum Anderen ist es ein Indiz dafür, dass das Fahrzeug schon eine Weile ungenutzt herumsteht und nicht verkauft wurde.

Angebote vergleichen

Nachdem eine Reihe von interessanten Angeboten gefunden wurde, müssen diese miteinander verglichen werden. Dieser Vergleich gestaltet sich insbesondere dann schwierig, wenn unterschiedliche Fahrzeuge miteinander verglichen werden sollen, beispielsweise ein VW-Passat mit einem Opel Omega und einem Citroën C5. Hilfreich sind hierbei die Vergleichsfunktionen, die auf einigen Gebrauchtwagenportalen zur Verfügung stehen. Da nur Fahrzeuge der gleichen Plattform direkt miteinander verglichen werden können, müssen mehrere Tabs geöffnet, oder, sofern die Möglichkeit besteht, die Vergleichsansicht ausgedruckt werden. So können die Resultate der verschiedenen Gebrauchtwagenbörsen gegenübergestellt werden. Es ist nicht der Zweck des Vergleichs jetzt schon den perfekten Gebrauchtwagen zu finden, sondern die große Anzahl von guten Angeboten auf eine überschaubare Anzahl von Fahrzeugen zu reduzieren, welche später bei einer Besichtigung vor Ort näher inspiziert werden sollen.

Nebenkosten berücksichtigen

Bei diesen Fahrzeugvergleichen sind auch die Nebenkosten und die Folgekosten mit einzubeziehen. Dies sind in erster Linie die Verbrauchswerte, die Kosten für Steuer und Versicherung und die Wartungskosten. Vor dem Gebrauchtwagenkauf kommen noch die Kosten für die Anfahrt zu dem Besichtigungstermin hinzu. Gerade bei weit entfernten Angeboten können diese recht hoch sein. Damit solche Anfahrtswege rentabel sind, sollte es sich bei den Angeboten um Autos handeln, die bedeutend günstiger angeboten werden, als vergleichbare Fahrzeuge der näheren Umgebung. In solchen Fällen bietet es sich an, auch weitere Angebote aus der entsprechenden Region zu betrachten und die Besichtigungstermine so zu legen, dass sie mit einer Anfahrt abgehandelt werden können. Wer sich also beispielsweise für ein Auto aus Bremerhaven interessiert, jedoch in Stuttgart wohnt, sollte die Termine so legen, dass auch noch Autos aus Wilhelmshaven, Cuxhaven oder Oldenburg angesehen werden können. Auch Angebote aus Würzburg, Kassel und Hannover könnten hinzugezogen werden, da sich diese auf der Strecke befinden.

Fragen an den Verkäufer stellen

Egal, ob es sich um Angebote aus der nächsten Umgebung oder um weit entfernte Angebote handelt, sind die Besichtigungen mit einem relativ hohen Zeitaufwand verbunden. Um diese Zeit nicht unnötig zu vergeuden, sollten so viele Fragen wie möglich im Vorfeld abgeklärt werden. Es macht keinen Sinn, ein Auto zu besichtigen, bei dem sich herausstellt, dass es eine rote Umweltplakette besitzt, während man in einer Umweltzone wohnt, in der eine grüne Umweltplakette erforderlich ist. Sollte eine Nachrüstung möglich sein, so sind die Kosten hierfür zu ermitteln und abzuwägen, ob es sich danach noch immer um ein günstiges Angebot handelt. Seriöse Verkäufer werden auf die Fragen nach bestem Wissen antworten. Preisverhandlungen sollten jedoch nicht im Vorfeld geführt werden. Bei Fragen nach dem letzten Preis schalten selbst seriöse Verkäufer gerne auf stur und beantworten keine weiteren Fragen mehr.

Inserat ausdrucken

Angebote, die in die engere Wahl kommen, sollten ausgedruckt und alle im Vorfeld gestellten Fragen, inklusive der darauf erhaltenen Antworten, dazu notiert werden. So verhindert man verschiedene Angebote zu verwechseln und beugt Missverständnissen vor. Die ausgedruckten Angebote können nach Klärung aller offenen Fragen so sortiert werden, dass sie eine strategisch sinnvolle Besichtigungsroute ergeben und doppelte Fahrten vermieden werden. Das spart Zeit und Geld.

Termin bei Tageslicht vereinbaren

Soweit es irgendwie möglich ist, sollten die Besichtigungstermine in der sortierten Reihenfolge vereinbart werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die Termine alle bei Tageslicht abgeschlossen werden können. In der Dämmerung oder gar bei Lampenlicht bleiben viele Mängel im wahrsten Sinne des Wortes im Dunklen. Sollte ein Verkäufer aus beruflichen oder sonstigen Gründen nur vor oder nach Sonnenuntergang Zeit für einen Besichtigungstermin haben, so kann dieses Auto von der Liste gestrichen werden. Hier soll ganz offensichtlich etwas verborgen werden.

Die Besichtigung und Verhandlung

Die Besichtigung ist der wohl wesentlichste Punkt beim Gebrauchtwagenkauf. Bei der Besichtigung sollten nach Möglichkeit alle Mängel aufgedeckt werden, um später keine bösen Überraschungen zu erleben und um entsprechende Ansätze für Preisverhandlungen zu haben. Aus diesem Grund sollte sich jeder Kaufinteressent vor einem Besichtigungstermin gut vorbereiten. Im folgenden Teil dieses Ratgebers werden einige allgemeingültige Punkte aufgeführt, auf die besonders geachtet werden sollten. Die Auflistung aller typspezifischen Krankheiten würde jedoch den Rahmen sprengen. Da aber gerade die typspezifischen Krankheiten genauestens diagnostiziert werden sollten, sind diese vorher ausfindig zu machen. Hierzu gibt es unter anderem auf autoscout24.de einen Gebrauchtwagen-Kaufberater oder den ADAC-Gebrauchtwagentest auf der Homepage des ADAC.

Fachkundigen Bekannten mitnehmen

Auch wenn in diesem Ratgeber und den typspezifischen Gebrauchtwagentests wichtige Hinweise auf Mängel gegeben werden, so sind diese für den Laien oftmals nur schwer zu diagnostizieren. Es ist daher ratsam, einen fachkundigen Bekannten mitzunehmen, der bei späteren Verhandlungen und bei Vertragsabschluss auch gleichzeitig noch als Zeuge fungieren kann. Auch ein fachkundiger Verwandter ist bei der Besichtigung hilfreich, ist jedoch als späterer Zeuge weniger geeignet.

Gebrauchtwagen inspizieren

Zur Untersuchung des Gebrauchtwagens sollte sich dieser außerhalb der Garage befinden mit ausreichendem Abstand zu anderen Fahrzeugen, Mauern und ähnlichen Hindernissen, die ein vollständiges Öffnen der Türen und der Heckklappe behindern würden. Sollte sich das Fahrzeug bei Ankunft noch in der Garage befinden, so ist es zur Untersuchung herauszufahren. Dabei ist auf das erste Motorengeräusch zu achten. Ein klappern oder hartes Nageln verrät Ermüdungserscheinungen an Spannrollen oder Hydrostößeln. Im Anfangsstadium verstummt dieses Geräusch nach wenigen Sekunden und ist beim erneuten Start oftmals nicht mehr zu hören. Verstummt das Nageln nicht, so können defekte Hydrostößel, ein umgesprungener Zahnriemen oder ein Motorschaden dafür verantwortlich sein. Für die folgenden Untersuchungen wird neben Zeit auch etwas Platz benötigt. Um sich dabei nicht in Gefahr zu begeben, sollte das Fahrzeug nicht unmittelbar am Straßenrand abgestellt werden.

Häufige Mängel bei Gebrauchtwagen

Bei der Untersuchung des Gebrauchtwagens ist das Augenmerk sowohl auf die typspezifischen Krankheiten als auch auf häufige Mängel, die bei allen Gebrauchtwagen auftreten können, zu richten. Letztere werden in den folgenden Absätzen näher erläutert. Die Untersuchung auf eben jene Mängel erfordert einiges an Zeit, was keinesfalls dazu führen sollte, bei der Untersuchung oberflächlich vorzugehen, um Zeit zu sparen. Diese Zeitersparnis kann später unter Umständen teuer werden. Nicht zu verhindern ist es, sich bei der Untersuchung schmutzig zu machen. Ein nobler Anzug ist für einen solchen Termin definitiv das falsche Kleidungsstück. Zweckmäßig ist es auch im Kofferraum des eigenen Autos einen Kanister voll Wasser, Seife oder besser noch Seifenpulver und ein Handtuch zu haben, um sich nachher die Hände waschen zu können.

Versteckte Unfallschäden

Ob ein angeblich unfallfreies Auto einen reparierten Unfallschaden hatte, ist nach einer fachmännischen Reparatur durch eine Karosseriebauwerkstatt ohne einen Sachverständigen kaum festzustellen. Dennoch gibt es Indizien, die auf einen früheren Unfallschaden hinweisen. Am offensichtlichsten sind Unterschiede in der Lackierung. Gute Lackierereien mischen zwar den originalen Farbton, sodass kein Farbunterschied zwischen dem neuen und dem von der Sonne veränderten, alten Lack erkennbar ist, dennoch ist der neue Lack glatter und glänzender, als der alte. Bis auf wenige Ausnahmen gelingt es den meisten Lackierereien nicht, Staubeinschlüsse bei der Lackierung vollständig zu vermeiden. Ein weiterer Hinweis auf vorangegangene Unfallschäden sind unterschiedliche Spaltmaße. Hier sind insbesondere die Abstände der Motorhaube und der Heckklappe/des Kofferraumdeckels zu den Kotflügeln, der Scheinwerfer zu den Lampeneinfassungen und der Türen zu den Türholmen zu untersuchen. Bei den meisten Fahrzeugen gibt eine geöffnete Motorhaube den Blick auf die vorderen Längsträger frei. Diese sollten unbeschädigt und rostfrei sein. Neu lackierte Längsträger lassen die Vermutung zu, dass diese neu eingeschweißt oder gerichtet worden sind. Arbeiten dieser Art finden im Normalfall im Rahmen einer Unfallreparatur statt. Bei unfachmännisch durchgeführten Unfallinstandsetzungen sind unterhalb der Stoßfänger Unregelmäßigkeiten erkennbar.

Lenkung

Die Lenkung gehört nicht nur zu den sicherheitsrelevantesten, sondern auch zu den besonders teuren Verschleißteilen eines Autos. Grund genug, ihr besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Die erste Prüfung geschieht bei abgestelltem Motor, da die sonst einsetzende Servolenkung das Ergebnis verfälschen würde. Bei dieser Prüfung wird das Lenkrad abwechselnd nach links und nach rechtsgedreht, und zwar soweit, bis ein Widerstand zu spüren ist. Der Lenkungsweg zwischen den beiden Punkten sollte maximal zwei Fingerbreit sein. Bei dieser Prüfung kontrolliert eine zweite Person, eventuell der fachkundige Bekannte, die Kugelköpfe der Spurstangen, Umlenkhebel, Radaufhängung etc. auf Spiel. Als Nächstes sind Lenkgetriebe, Servopumpe und die Servoleitungen auf feuchte Stellen zu untersuchen, die auf Undichtigkeit der Servolenkung hinweisen. Austretendes Servo-Öl ist rötlich mit Ausnahme von Fahrzeugen aus dem Volkswagenkonzern (VW, Audi, Skoda und Seat), bei denen das Servo-Öl in der Regel grünlich ist. Der letzte Test findet bei laufendem Motor statt. Hierzu wird das Lenkrad möglichst schnell von links nach rechts und umgekehrt gedreht. Bei diesem Test sollte die Servopumpe keine Geräusche machen. Lediglich die Geräusche, welche die Servopumpe von sich gibt, wenn sie bis zum Anschlag eingelenkt wird, sind normal.

Klimaanlage

Da der Motor für den Test der Servolenkung einmal läuft, bietet sich die Prüfung der Klimaanlage an. Klimaanlagen sollten auch im Winter regelmäßig eingeschaltet werden, damit die Dichtungen nicht porös und die Klimaanlagen somit undicht werden. Aufgrund der niedrigen Außentemperaturen wird dies allerdings gerne vernachlässigt. Die Folge ist der schleichende Verlust von Kältemittel. Die Instandsetzungskosten für undichte Klimaanlagen sind nicht unerheblich. Um den Zustand zu überprüfen, wird die Klimaanlage auf höchste Kaltstufe gestellt. Die austretende Luft sollte deutlich kälter als die Umgebungsluft und geruchlos sein. Ist die austretende Luft mit einem unangenehmen Geruch behaftet, so ist dies nicht nur lästig, sondern obendrein auch noch ungesund. Die Geruchsentwicklung zeugt von mangelhafter Wartung und mit der kalten Luft werden Unmengen an Bakterien in das Fahrzeuginnere geschleudert.

Auspuff

Nacht der Überprüfung der Klimaanlage sollte der Motor noch etwas weiter laufen, um den Zustand der Abgasanlage zu testen. Scheppernde Geräusche bei abrupten Gasstößen deuten entweder auf lose Hitzeschutzbleche oder auf lose Teile in den Auspufftöpfen oder dem Katalysator hin. Undichte Stellen in der Auspuffanlage offenbaren sich, wenn das Endrohr mit einem festen Lappen oder Ähnlichem zugehalten wird. Die deutlich hörbaren Zischgeräusche verraten, an welchen Stellen der Auspuff undicht ist. Bei einem dichten Abgassystem wird der Druck entweder so stark, dass es nicht mehr möglich ist, den Auspuff weiter zuzudrücken, oder der Motor stirbt ab. Auch ein nagelneuer Auspuff kann innerhalb weniger Sekunden das Zeitliche segnen, nämlich dann, wenn er bei Tempo 200 auf die Autobahn knallt. Überprüfen Sie daher auch den Zustand der Aufhängungsgummis. Ist der Auspuff dicht, ist das schon einmal positiv, allerdings noch kein Beweis für einen wirklich dichten Auspuff. Undichte Auspuffanlagen lassen sich abdichten, indem die undichte Stelle mit reichlich Auspuffpaste eingeschmiert und einer aufgeschnittenen Bierdose umwickelt wird. Die so reparierte Stelle wird anschließend noch mit Draht umwickelt und dichtet mittelfristig sogar durchgebrochene Auspuffanlagen ab. Auch wenn diese Reparatur absolut dicht ist, so handelt es sich doch um übelsten Pfusch. Der Auspuff muss deshalb auf jeden Fall, entweder gleich oder im Rahmen der später folgenden Unterbodenuntersuchung, von vorne bis hinten mit der Taschenlampe abgeleuchtet werden.

Cabriolets

Bei gebraucht gekauften Cabriolets schließen Verdeck und Scheiben oft nicht richtig ab, sodass es im Fahrzeug zieht. Hierauf sollte bei der späteren Probefahrt genau geachtet werden. Besonders komfortabel ist es, wenn sich das Verdeck elektrisch öffnen und schließen lässt. Vorausgesetzt, dass es funktioniert. Wer ein Cabrio mit elektrischem Verdeck gebraucht kaufen möchte, sollte die Funktion mehrfach testen und schon bei kleinsten Funktionsstörungen besser die Finger von dem Auto lassen. Bei einigen Modellen lassen sich die Türen nur dann einwandfrei öffnen, wenn die Fenster ein Stück heruntergelassen werden. Dies übernehmen die elektrischen Fensterheber automatisch. Zumindest sollten sie das, weshalb die Türen bei geschlossenen Fenstern und geschlossenem Verdeck mehrfach geöffnet und geschlossen werden sollten, um diese Funktion zu überprüfen. Nach dem Schließen der Türen sollten die Fenster wieder in die obere Ausgangsposition zurückkehren.

Beleuchtung

Um die Batterie nicht zu sehr zu strapazieren, sollte auch zur Überprüfung der Beleuchtung der Motor laufen. Obwohl der Funktionstest der Beleuchtung im Grunde genommen so simpel ist, dass er keiner näheren Beschreibung bedarf, gibt es doch einige Feinheiten, die gerne übersehen und daher an dieser Stelle beschrieben werden. Die Funktionsprüfung an sich ist tatsächlich simpel. Es werden alle Beleuchtungseinheiten von Standlicht bis Fernlicht von Blinker und Warnblinker über Rückfahrscheinwerfer Nebellampen und Bremslicht bis zur Innenraum- und Kofferraumbeleuchtung durchgeschaltet und nachgesehen, ob alle Lampen brennen. Bei den Rückleuchten sollten diese Überprüfungen jedoch nicht nacheinander, sondern gleichzeitig stattfinden. Der Grund liegt in der Masseleitung, die oftmals marode ist und nur für eine oder zwei Glühlampen ausreichend ist. Werden beispielsweise Rücklicht, Nebelschlussleuchte, Bremslicht und Blinker gleichzeitig beansprucht, blinkt bei der Rückleuchte mit der mangelhaften Masseleitung alles wild durcheinander. Insbesondere bei den Scheinwerfern ist sowohl der Zustand der Reflektoren, als auch das Scheinwerferglas und der feste Sitz der Scheinwerfer zu überprüfen. Nicht leuchten sollten dagegen irgendwelche Warnlämpchen im Cockpit des Autos. Um sicherzugehen, dass etwaige Warnlämpchen nicht einfach nur stillgelegt wurden, ist nun der Motor abzustellen und die Zündung erneut einzuschalten. Nun sollten alle Warnlampen brennen.

Dichtungen

Wenn ein Fahrzeug Öl, Kraftstoff, Kühlwasser und sonstige Flüssigkeiten verliert, liegt es nicht daran, dass es sich um ein Auslaufmodell handelt, sondern an diversen Dichtungen, die schlicht weg im Eimer sind. Mit dem Test der Abgasanlage sind die Krümmerdichtung und andere Auspuffdichtungen bereits überprüft. Die Ventildeckeldichtung, auch Zylinderhaubendichtung genannt, befindet sich ganz oben auf dem Motorblock und ist, dank der großzügig verbauten Plastikabdeckungen, nur schwer zu erkennen. Um hier feuchte Stellen zu erkennen, muss mit einer Taschenlampe recht genau geschaut oder die Plastikdeckel abgenommen werden. Gleiches gilt für die Zylinderkopfdichtung, die sich in etwa auf halber Höhe des Motorblocks befindet. Da die Zylinderkopfdichtung jedoch nur in den seltensten Fällen nach außen hin undicht wird, ist die Kühlwasserkontrolle wichtiger. Ölspuren im Kühlwasser und weißer Schlick am Öldeckel sind Indizien für eine defekte Zylinderkopfdichtung. Das Kühlwasser sollte jedoch nicht nur frei von Ölspuren, sondern auch sauber sein. Rotbraunes Kühlwasser enthält viel Rost. Rost entsteht im Kühlsystem in der Regel nur dann, wenn die Konzentration an Kühlerfrostschutz zu gering ist bzw. über einen längeren Zeitraum war. Da alle Fahrzeuge mit ausreichend Frostschutz ausgeliefert werden, kann die Ursache nur darin liegen, dass der Wagen größere Mengen an Kühlmittel verloren hatte, was mit reinem Wasser aufgefüllt wurde. Weißer Schlick am Öldeckel alleine kann sowohl auf eine defekte Zylinderkopfdichtung als auch auf ständigen Kurzstreckenverkehr zurückzuführen sein. Bei einer intakten Zylinderkopfdichtung darf bei laufendem Motor kein Druck im Kühlwasserausgleichsbehälter oder am Öleinfüllstutzen entstehen. Druckbildung im Kühlwasserausgleichsbehälter nach einer Fahrt ist dagegen normal. Beim Öffnen des Öleinfüllstutzens bei laufendem Motor kann Öl herausspritzen, was ebenfalls normal ist. Weitere Dichtungen sind die Ölwannendichtung unterhalb des Motorblocks, die Deckeldichtung bei Automatikgetrieben, die Simmerringe zwischen Motorblock und Getriebe, an den Riemenscheiben und an den Antriebswellen bzw. bei Heckantrieb an der Kardanwelle und am Differenzial. Bei besonders sauberen Motoren sind sämtliche Hinweisspuren der Motorwäsche zum Opfer gefallen. In diesem Fall ist die Prüfung erst nach einer ausgiebigen Probefahrt sinnvoll. Vor der Probefahrt sollten die entsprechenden Stellen dennoch mit der Taschenlampe abgeleuchtet werden, um eventuell vergessene Lappen zu finden, die austretende Flüssigkeiten aufnehmen sollen. Kraftstoffverlust kann sowohl an den Dichtungen der Einspritzpumpe und der Einspritzdüsen als auch an den Kraftstoffleitungen, insbesondere an den Rücklaufleitungen oberhalb der Einspritzdüsen auftreten. Altersschwache Ventilschaftdichtungen oder abgenutzte Kolbenringe offenbaren sich durch bläulich gefärbte Abgase. Besonders deutlich wird dies beim Lastwechsel auf der Probefahrt. Gewiefte Gebrauchtwagenhändler touchieren diesen Defekt, indem sie dem Motoröl eine ordentliche Portion Getriebeöl beimengen. Dadurch wird das Öl dicker und der Verlust geringer. Dies wird durch eine Geruchsprobe am Öldeckel oder Ölpeilstab deutlich, da Getriebeöl stark ranzig riecht.

Bremsen

Der neue Wagen sollte nicht nur gut fahren, sondern auch gut bremsen. Bei ABS-gebremsten Fahrzeugen muss beim Einschalten der Zündung die ABS-Kontrolllampe aufleuchten, spätestens beim Starten des Motors aber wieder erlöschen. Während der später folgenden Probefahrt darf sie nicht erneut aufleuchten, es sei denn, dass eine starke Bremsung erforderlich wird, bei der das ABS zum Einsatz kommt. Beim Ziehen der Handbremse, bei einigen Modellen wird stattdessen die Feststellbremse getreten, sollte sich nach der ersten Raste noch keine Wirkung zeigen, nach der dritten Raste eine deutliche Wirkung einsetzen und nach der fünften Raste das Blockieren der Räder folgen. Die Bremsflüssigkeit sollte sauber und transparent bzw. gelblich sein. Im Laufe der Zeit zieht Bremsflüssigkeit, fälschlich auch als Bremsöl bezeichnet, Wasser an, was den Siedepunkt herabsetzt und bei starker Erhitzung der Bremsen, beispielsweise im Stop-and-go-Verkehr oder im Gebirge, zum Totalausfall führen kann. Der Wassergehalt hat noch die weitere Negativeigenschaft, dass er für Korrosion im Bremssystem verantwortlich ist. Besonders Radbremszylinder, bei Fahrzeugen mit Trommelbremsen auf der Hinterachse, sind dafür sehr anfällig. Feuchte Stellen im unteren Bereich der Bremstrommel weisen auf einen undichten Radbremszylinder hin. Aus diesen Gründen sollte die Bremsflüssigkeit alle zwei Jahre gewechselt werden. Im Idealfall kann der Verkäufer einen entsprechenden Bremsflüssigkeitswechsel nachweisen. Die Bremsscheiben müssen blank sein und dürfen nur minimal eingelaufen sein. Das heißt, dass der blanke Bereich der Bremsscheibe nur unwesentlich dünner sein darf, als der äußerste Rand. Bei Autos, die auch auf der Hinterachse mit Bremsscheiben ausgestattet sind, müssen auch diese absolut blank sein. Fleckenbildung oder gar Rost sprechen für eine mangelhafte Bremsleistung auf der Hinterachse. Bläuliche Verfärbungen sind auf eine Überhitzung der Bremsscheibe zurückzuführen. Ursächlich hierfür ist zu 99% eine festsitzende Bremse. Riefen oder gar tiefe Rillen in der Bremsscheibe sind vorne wie hinten ein absolutes No-Go. Haben die Bremsbeläge die Dicke einer Zigarette oder gar weniger, sind sie in unmittelbarer Zukunft auszutauschen. Um den Zustand von Bremsscheiben und Bremsbelägen in Augenschein nehmen zu können, müssen in der Regel die Radabdeckungen, auch Radkappen genannt, abgenommen werden und mit einer Taschenlampe durch die Löcher in der Felge geleuchtet werden. Am besten erkennt man den Zustand der Bremsen bei Fahrzeugen mit Leichtmetallfelgen, da diese meist große Öffnungen haben, die einen freien Blick auf die Bremsanlage ermöglichen. Bei der später folgenden Probefahrt ist der Wagen stark herunterzubremsen, wobei das Auto bei diesem Bremsmanöver weder nach links noch nach rechts ziehen darf und im Lenkrad keinerlei Vibrationen spürbar sein dürfen. Bei diesem Test muss sich der Fahrer selbstverständlich vorher davon überzeugen, dass hinter ihm kein anderes Fahrzeug zu sehen ist. Nach diesem Bremsmanöver muss sich die Bremse wieder vollständig lösen. Um dies zu testen, wird der Wagen auf eine mittlere Geschwindigkeit beschleunigt und im Leerlauf rollen gelassen. Dabei wird das Lenkrad zwar losgelassen, aus Sicherheitsgründen verbleiben jedoch beide Hände direkt am Lenkrad. Das Fahrzeug sollte nun nur minimal an Geschwindigkeit verlieren und nicht zur Seite wegziehen.

Räder und Reifen

Beim Auto sind es nur wenige Quadratzentimeter, die zwischen Leben und Tod entscheiden können. Gemeint ist die Reifenauflagefläche, weshalb den Rädern und Reifen besondere Aufmerksamkeit zu schenken ist. Der beste Reifen kann jedoch nichts ausrichten, wenn er fehlerhaft montiert ist.

Felgen

Unglücklicherweise wird beim Gebrauchtwagenkauf meist nur auf die Optik der Alufelgen geachtet, doch es gibt weit mehr zu beachten. Felgen müssen immer mit allen Schrauben bzw. Radmuttern montiert sein. Zur Sicherung von Leichtmetallfelgen sollte nur ein sogenanntes Felgenschloss pro Rad angebracht sein, welches keinerlei Abnutzungserscheinungen aufweisen darf. Der zu dem Felgenschloss passende Adapter darf nach dem Einsetzen also keinerlei Spiel haben, was bei einem Radwechsel zu ernsthaften Problemen führen könnte. Das Markenemblem auf der Radnabenabdeckung sagt nichts über die Felge aus. Handelt es sich nicht um eine Originalfelge, so muss diese im Fahrzeugschein eingetragen sein, oder es muss zumindest eine allgemeine Betriebserlaubnis, kurz ABE, für diese Felge vorhanden sein. Sind die Felgen nicht mit der Felge des Ersatzrades oder den Felgen der Winterreifen identisch, so sind in über 90% der Fälle andere Radschrauben oder Radmuttern erforderlich. Falsche Radschrauben oder Radmuttern gewährleisten nicht den erforderlichen Halt und verursachen Schäden an der Felge.

Reifenmontage

Die meisten Reifen haben heute eine Innen- und eine Außenseite bzw. eine vorgeschriebene Laufrichtung. Auch wenn es nicht vorkommen sollte, so ist doch erschreckend häufig festzustellen, dass Reifen gegen die Laufrichtung oder die Innenseiten nach außen montiert sind. Durch die fehlerhafte Montage erhöhen sich die Verbrauchswerte und die Abrollgeräusche, während die Lebensdauer und der Grip, und damit die Sicherheit, abnehmen. Innen- und Außenseite sind auf der Reifenwand mit Inside und Outside, eine Laufrichtung mit einem Rotationspfeil gekennzeichnet. Ist keine dieser Kennzeichnungen vorhanden, so kann der Reifen beliebig montiert sein. Üblicherweise ist in diesen Fällen die DOT-Nummer stets nach außen montiert. Die DOT-Nummer gibt in einem Oval das Herstellungsdatum des Reifens an. Die Nummer 1412 besagt beispielsweise, dass der Reifen in der 14. Woche des Jahres 2012 hergestellt wurde. Reifen mit einer dreistelligen DOT-Nummer gehören ins Museum, nicht aber auf ein Auto. Diese Reifen sind vor dem ersten Januar 2000 hergestellt worden. Für einen sicheren Grip sollte ein Sommerreifen maximal sieben Jahre, ein Winterreifen maximal fünf Jahre alt sein.

Reifendimension

Reifen und Felgen, die nicht den Dimensionen der Serienbereifung entsprechen, müssen vom TÜV abgenommen und im Fahrzeugschein eingetragen sein. Trotz TÜV-Abnahme und Eintragung kann es bei größeren Reifendimensionen vorkommen, dass die Reifen bei starker Beladung an der Karosserie schleifen. Auf entsprechende Schleifspuren, sowohl auf der Lauffläche als auch an den Seitenwänden der Reifen, ist unbedingt zu achten.

Reifen- und Felgenschäden

Bordsteine und Schlaglöcher können neben dem Fahrwerk auch Reifen und Felgen stark Beschädigen. Besonders die weichen Leichtmetallfelgen erhalten bei einer unsanften Schlaglochdurchfahrt oder dem Überfahren einer Bordsteinkante schnell eine Beule, die sich bei höheren Geschwindigkeiten durch eine Unwucht bemerkbar machen kann. Bei minderwertigen Alufelgen brechen bei unsanften Begegnungen mit Schlaglöchern oder Bordsteinkanten sogar ganze Teile der Felge heraus. Auch an den Reifen gehen Begegnungen der beschriebenen Art nicht spurlos vorüber. Bei jeder noch so vorsichtigen Bordsteinüberquerung brechen zahlreiche Gewebefasern. Im Extremfall, der leid